Eine Branche in Aufruhr

Perspektiven auf dem Berliner Immobilienmarkt

2015 war das mit Abstand erfolgreichste Jahr auf dem Berliner Immobilienmarkt seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge war mit 1030 zum ersten Mal überhaupt vierstellig, was eine Steigerung von fast 50% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Gerade finanzstarke ausländische Kapitalanleger drängen verstärkt auf den hiesigen Markt und sind häufig dazu bereit höhere Preise zu zahlen als einheimische Investoren, die damit zunehmend aus dem Wettbewerb gedrängt werden.
Neben ausländischen Firmen gelten zur Zeit vor allem Start-Ups als Motor der rasanten Entwicklung auf dem Berliner Immobilienmarkt. Die Vermittlung von Büroflächen hat in den zurückliegenden Jahren ständig zugenommen und der Bedarf wächst weiter, da es immer mehr, gerade junge Firmen, in die Hauptstadt zieht. Experten sehen in Berlin auch längerfristig einen Wirtschaftsstandort mit Expansionspotential: Es zieht vermehrt gerade kleine und mittelständische Telekommunikationsfirmen mit innovativen Geschäftsideen nach Berlin. Gerade dieser Branche wird ein Wachstum zugetraut, welches langfristig zur Prosperität der Berliner Bevölkerung beitragen wird. Mit steigendem Einkommen, das zeigt bereits die zurückliegende Entwicklung, wächst gleichzeitig das Interesse an mehr Wohnraum. So ist der gestiegene pro Kopf Bedarf an Wohnfläche von 27 auf fast 40 Quadratmeter nicht allein auf einen Anstieg der Singlehaushalte zurückzuführen, denn auch Kleinfamilien breiten sich in zunehmend größeren Wohnungen aus. Der zunehmende Bedarf an Wohnraum je Einwohner und das anhaltende Bevölkerungswachstum führen zukünftig zu einer weiteren Zuspitzung des Berliner Wohnungsmarktes. Die Prognose besagt, dass bis 2020 ein Mangel von circa 11. 000 Wohnungen im Großraum Berlin entstehen wird, was fast zwangsläufig zur Folge haben wird, dass die Quadratmeterpreise für Immobilien weiter steigen.

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